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Haderner Markt für Ehrenamt 2020

Nachbarschaftstreff Blumenau / Quarter M gGmbH

Miteinander Nachbarschaft gestalten

Wir möchten miteinander Nachbarschaft gestalten und Nachbar*innen unterstützen, ihre Ideen umzusetzen und ihr eigenes Lebensumfeld zu gestalten. Mit unserer Nachbarschaftshilfe unterstützen wir Hilfsbedürftige, Senior*innen und Familien vor Ort. Im Bildungsbereich helfen wir Kindern mit Bildungspatenschaften und mit individueller Nachhilfe. Im Interkulturellen Garten können Anwohner*innen sich engagieren und ausprobieren. Mit Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten möchten wir die Blumenau bereichern, aufwerten und beleben.

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Engagementangebote:

Engagiere dich bei uns!

Ehrenamtliche können bei uns aktiv werden in der Nachbarschaftshilfe für Senior*innen, als Nachhilfelehrer*in und als Bildungspate / Bildungspatin, als Kursleiter*in, als Reparateur*in im Repair Café, im interkulturellen Garten und als Ideengeber*in und Umsetzer*in für Projekte, Stadtteilaktionen, Kunstprojekte, Ausstellungen etc. Vieles ist möglich!

Wieviel Zeit muss ich mitbringen?

Flexibel, je nach eigenem Zeitbudget.

Welche Vorraussetzungen muss ich als Ehrenamtliche*r bei Kultur in Hadern e.V. mitbringen?

Erweitertes Führungszeugnis. Die Fähigkeiten variieren – je nach Ehrenamt.

Was bietet der Nachbarschaftstreff Blumenau seinen Ehrenamtlichen?

Versicherungsschutz, Reamtreffen, Fortbildungen. Und: Teil sein eines engagierten Nachbarschaftstreff
Teams.

Blick hinter die Kulissen? Michael Schoder, ehrenamtlicher Reparateur im Repair Cafe Blumenau erzählt von seinem Engagement im Nachbarschaftstreff Blumenau:

Den Nachbarschaftstreff Blumenau gibt es in Hadern nun schon über 10 Jahren, seit wann bist du dabei und wie bist du zum Nachbarschaftstreff Blumenau gekommen?

Im Frühjahr 2015 habe ich in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel im Lokalteil gelesen, der von der Premierenveranstaltung des RepairCafes in der Blumenau handelte. Dort wurde kurz beschrieben, welcher Gedanke und welchen Zweck ein RepairCafe hat. Darauf hin habe ich mich im Internet darüber informiert. Da mir der Gedanke des kostenlosen Reparierens von unterschiedlichen Geräten, Sachen, Möbel, Kleidung usw. gefiel, meldetet ich mich per Email bei Stefanie Jungunst mit einer Art "Bewerbungsschreiben", denn ich hatte jahrelange Erfahrung mit Reparaturen von technischen Geräten und Anlagen. Nach einem persönlichen Gespräch mit Steffi war ich ab der zweiten Veranstaltung Mitglied des RepairCafe Teams!


Warum hast du dich dafür entschieden, dich als Ehrenamtliche zu engagieren und wie sieht dein Engagement aus?

Warum soll ich meine Erfahrung und Wissen im technischen Bereich nicht der Allgemeinheit zur Verfügung stellen? Es geht nicht nur darum, Geräte und Gegenstände zu reparieren, sondern man kann mit den Kunden auch Informations- und Erfahrungsaustausch betreiben. Das hilft beiden Seiten und ist meist ziemlich interessant.


Inwiefern bringt dir dein Engagement bei/m Nachbarschaftstreff Blumenau etwas auf persönlicher Ebene?

Mir persönlich bringt mein Engagement zusätzliche Erfahrungen durch den Umgang mit den Kunden, befriedigt meine Neugier auf unbekannte Technik oder Gegenstände, spornt meinen Forschertrieb an und macht mir Spaß und macht mich zufrieden, auch wenn die Reparatur nicht gelingt.


Wie hat Corona dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau beeinflusst?

In der momentanen Pandemie ist der Kontakt zu meinen Mitmenschen ziemlich eingeschränkt. Die Durchführung von RepairCafes ist durch die gesetzlichen Vorgaben eingeschränkt oder unmöglich. Im Sommer waren noch mit den üblichen Maßnahmen RepairCafes durchzuführen. Sobald es möglich ist, werden wir wieder aktiv im RepairCafe.

Gibt es ein Erlebnis bei deiner ehrenamtlichen Arbeit / als Mitglied, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Erlebnisse gibt es mehrere. Ganz allgemein bin ich immer wieder überrascht, wie positiv unsere Arbeit bei den Kunden ankommt, nicht nur wenn alles wieder funktioniert.

 

Blick hinter die Kulissen? Maria Schreiner (Chororganisatorin, Initiatiorin vom Blumenauer Potpourri) erzählt von ihrem Engagement:

Den Nachbarschaftstreff Blumenau gibt es in Hadern nun schon über 10 Jahren, seit wann bist du dabei und wie bist du zum Nachbarschaftstreff Blumenau gekommen?

Ich bin schon seit Anfang an dabei. Aufmerksam wurde ich auf die Einrichtung durch eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Viertel im Jahr 2009.
Warum hast du dich dafür entschieden, dich als Ehrenamtliche zu engagieren und wie sieht dein Engagement aus?

Ich befand mich kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand und hatte demnächst mehr Zeit zur Verfügung. Das Konzept des Nachbarschaftstreffs hat mir gefallen: Nachbarn mit verschiedenem kulturellem Hintergrund kennenzulernen, die Möglichkeit mit seinen Fähigkeiten Kindern oder Erwachsenen zu helfen oder Hilfe zu bekommen und der Freiraum eigene Ideen in die Tat umzusetzen. So konnte ich mein Vorhaben „Mit Nachbarn singen“ ausprobieren und seit über 8 Jahren gibt es den kleinen Chor „Die Blu’Singers“. Es ergab sich dann auch eine Kooperation mit der Pfarrei Erscheinung des Herrn, die in der jährlich stattfindenden, kulturellen Veranstaltung „Blumenauer Potpourri“ gipfelte. Auch die Blumenauer Schule und den Freizeittreff Treff 21 konnte ich immer wieder zum Mitmachen gewinnen. Heuer konnte auf meine Initiative hin die Veranstaltung „3. Oktober- Deutschland singt“ im Einkaufszentrum vor dem Nachbarschaftstreff stattfinden. 

Inwiefern bringt dir dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau etwas auf persönlicher Ebene?

Ich lerne Menschen ganz unterschiedlicher Lebenswelten kennen, was ich sehr interessant finde. Ich fühle mich immer willkommen und werde von der professionellen Leitung voll unterstützt. Es gibt viele Anregungen. Der Chor ist zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammengewachsen, wo das Singen viel Freude und Spaß macht.
Wie hat Corona dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau beeinflusst?

Wegen Corona kann keine Chorprobe stattfinden. Ich hoffe auf nächstes Jahr. Über WhatsApp versuchen wir Chormitglieder ein bisschen zu singen und etwas Kontakt untereinander zu halten. 

Gibt es ein Erlebnis bei deiner ehrenamtlichen Arbeit, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Das Organisieren von oben genannten Veranstaltungen ist immer sehr erlebnisreich! Es ist wunderschön engagierte und fähige Künstler zu gewinnen, die zum Viertel gehören oder eine Beziehung dazu haben. Die große Vielfalt von Gesang, Instrumentalspiel, Bandmusik, Tanz, Malerei, Theater, Geschichten und Gedichte, die diese inspirierenden Persönlichkeiten uns aus den verschiedensten Ländern der Erde in die Blumenau bringen, ist jedes Mal ein besonderer Kunstgenuss. – Ja, und wenn in Ihnen ein Künstler steckt und Sie gerne mal mitmachen würden, dann melden Sie sich bitte bei mir!

Blick hinter die Kulissen? Inge Wiederhut (Leitung Erzählcafé, Leitung Blumenauer Archiv) erzählt von ihrem Engagement:

Den Nachbarschaftstreff Blumenau gibt es in Hadern nun schon über 10 Jahren, seit wann bist du dabei und wie bist du zum Nachbarschaftstreff Blumenau gekommen?

Fast von Anfang an, denn mit dem von mir auf Initiative von Volker Wettmann gegründeten Geschichtsverein Hadern e.V. bot sich eine Plattform für ein Erzählcafe an, die interessante Einblicke in die jüngere Geschichte des Stadtteils ermöglichte.
In mehreren Ausstellungen in den Räumen des Nachbarschaftstreffs konnten die Erkenntnisse und Dokumente einer breiteren Öffentlichkeit dargeboten werden.
Dafür steht in den Räumen auch ein Schrank für das inzwischen umfangreiche Archiv zum Stadtteilbereich Blumenau zur Verfügung.

Warum hast du dich dafür entschieden, dich als Ehrenamtliche zu engagieren und wie sieht dein Engagement aus?

Neben dem Erzählcafe – ab 2013 dann überwiegend bezogen auf den Stadtteilbereich Blumenau in eigener Regie – begann ich auch eine Tätigkeit als Bildungspatin.
Beruflich über Jahrzehnte in Hadern im Schulbereich tätig, fand und finde ich hier eine interessante „Rentnerinnentätigkeit“.


Inwiefern bringt dir dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau etwas auf persönlicher Ebene?

Es macht Spaß, mit den Menschen aus der Blumenau Kontakt zu halten.
Wie hat Corona dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau beeinflusst?

Leider können die monatlichen Treffen nicht mehr stattfinden. Das ist besonders für die älteren Teilnehmer/innen des Erzählcafes sehr traurig.
Gibt es ein Erlebnis bei deiner ehrenamtlichen Arbeit, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Die Erkenntnis, dass es eine alte und eine neue Blumenau gibt, war für viele Bewohner/innen zum Teil neu. Da ließ sich einiges aufklären.

Anmerkung: Nach wie vor heißt die Autobahnausfahrt „Blumenau“!

 

 

Blick hinter die Kulissen: Inge El Ghadouini ist aktiv im Gemeinschaftsgarten Blumenau, leitet eine Natur-Kindergruppe und hilft beim Kochen, bei Festen und weiteren Projekten. Sie erzählt von ihrem Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau:

Den Nachbarschaftstreff Blumenau gibt es in Hadern nun schon über 10 Jahren, seit wann bist du dabei und wie bist du zum Nachbarschaftstreff Blumenau gekommen?

Ich bin seit mehr als 10 Jahren dabei. Mein Mann war eher zufällig und spontan bei einem Kochtreff. Davon war er so begeistert, dass wir das nächste Mal mit der ganzen Familie dort waren. Und auch in den letzten Jahren waren wir häufig beim Kochtreff und haben auch schon selbst dort etwas gekocht. So haben wir eine ganze Reihe richtig netter Menschen aus dem Viertel kennengelernt.

 
Warum hast du dich dafür entschieden, dich als Ehrenamtliche zu engagieren und wie sieht dein Engagement aus?

Mir ist Natur- und Umweltschutz ein Anliegen. Und hier möchte ich aktiv meinen Beitrag leisten. Da ich zudem Kinder sehr gerne mag, habe ich im Sommer eine Wald-Kindergruppe gegründet. Wir treffen uns jeden Mittwoch im interkulturellen Garten und gehen dann in den Wald. Dort spielen wir und lernen den Wald mit all seinen Facetten kennen, wir entdecken Baumhäuser und Futterkrippen oder basteln mit dem, was wir im Wald finden. Da wir zu jeder Jahreszeit und auch jetzt im Winter draußen sind, erfahren wir die Jahreszeiten und Veränderungen hautnah. So wird z.B. momentan ein Teil des Treffens eine Nachwanderung, weil es früh dunkel wird. Im Hintergrund unterstützt uns der JBN (Jugend Bund Naturschutz). In den letzten Jahren habe ich die Aktionen im Treff unterstützt und war im interkulturellen Garten aktiv.


Inwiefern bringt dir dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau etwas auf persönlicher Ebene?

Ich habe in den Jahren, in denen ich dabei bin, richtig viele nette Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die über den Treff hinausgehen. Die verschiedenen Aktionen, bei denen ich mitgemacht habe, haben immer sehr viel Spaß gemacht, z.B. unser Domino Day, die Blumenauer Sommerfeste oder auch die Aktion „Kunstdünger“. Außerdem ist es eine große Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder in den Wald gehen und mit wieviel Kreativität sie immer wieder Neues entdecken.


Wie hat Corona dein Engagement beim Nachbarschaftstreff Blumenau beeinflusst?

Mit den Kindern bin ich bisher weiterhin in den Wald gegangen. Da so viele Aktivitäten weggefallen sind, war es mir wichtig, Ihnen den Ausflug so weit es geht weiterhin zu ermöglichen. Leider ist dies seit Dezember nun nicht mehr möglich. Momentan überlege ich mir Aktionen, welche die Kinder zusammen mit ihren Eltern oder alleine machen können.

Gibt es ein Erlebnis bei deiner ehrenamtlichen Arbeit, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt eine ganze Reihe von besonderen Erlebnissen. Z.B. das Märchenzelt auf dem Blumenauer Sommerfest. Wir hatten ein wunderschön dekoriertes Zelt und dort wurden Märchen erzählt und Musik gemacht. Oder die Domino-Aktion, bei der wir von den Nachbarn, Schulen und Kindergärten bunt gestaltete Ziegelsteine als Dominostrecke auf dem Schulhof der Blumenauer Grundschule aufgebaut und dann haben umfallen lassen. Aber auch die Laternenwanderung durch den Wald mit der Wald-Kindergruppe war ein besonderes Erlebnis.